Aken

Farbentwurf des Akener Kirchensiegels

Die Akener Kirchengemeinde ist als größte Gemeinde des Pfarrbereiches das Zentrum der Gemeindearbeit. Zur Kirchengemeinde gehören auch die Gemeindeglieder in den Dörfern Kühren und Lödderitz, die keine eigene Kirche haben. Für den Bereich Aken befindet sich hier das Pfarramt mit den Kirchenbüro. Als kleinstädtische Gemeinde ist sie mit dem Leben der Stadt verbunden und einer der wichtigsten Veranstalter von Konzerten. Mit der katholischen Gemeinde im Ort gibt es eine ökumenische Zusammenarbeit.

Evangelische Kirche St. Nikolai

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© FOTO: Jürgen M. Pietsch, Spröda

Die Nikolaikirche ist die aktive Gemeindekirche für Aken.
Über die Ursprünge dieser Kirche ist nichts bekannt. Vielleicht stand hier schon eine ältere Nikolauskapelle, denn Nikolaus, der vor 1500 Jahren Bischof der Stadt Myra in der heutigen Türkei war, soll auf abenteuerliche Weise Reisende aus Seenot gerettet haben. Er gilt deshalb als Schutzpatron der Reisenden und Schiffer, was gut zu der alten Elbeschifferstadt Aken passt. 1270 wurde die Nikolauskirche in eine Stiftskirche umgewandelt. 1370 brachte ein schreckliches Hochwasser große Teile der Kirche zum Einsturz. Danach wurde sie größer und prächtiger hergestellt, als sie vorher war. Alle Bauteile mit dem spitzen gotischen Bogen sind später zugefügt, ursprünglich war die Kirche im rundbogigen romanischen Stil erbaut worden. Der Chor mit den langgezogenen Fenstern und die gewaltigen Westtürme wurden damals ebenfalls errichtet. Heute ist sie Heimstatt der evangelischen Christen von Aken und Umgebung.

Der Schnitzaltar

Altar in der Nikolaikirche

Marien Barbara Altar

Der Schnitzaltar, ein Marienaltar, stammt voraussichtlich aus der Zeit um 1490. Das Innere des dreiteiligen Altarschreines birgt Holzplastiken von 15 Heiligen. Die äußeren Tafeln sind mit den Bildnissen von 16 Heiligen bemalt. In der Mitte der Schnitzfigurenseite steht Maria, die auf ihr Kind Jesus weist, das in den Armen Annas, seiner Großmutter, ruht. Zu ihrer Linken steht die heilige Barbara.

Der Ursprung des Kreuzes ist nicht bekannt, das Alter wird auf 400 bis 500 Jahre geschätzt.

Die Marienkirche

Marienkirche Aken Außenansicht

Marienkirche Aken

Anfang der 90-iger Jahre hat die Stadt Aken die Marienkirche übernommen und seither vor dem völligen Zerfall gerettet und wieder aufgebaut. Sie liegt jetzt in der Verantwortung der Stadt Aken wofür die Kirchengemeinde dankbar ist. In unserer Landeskirche kommt auf durchschnittlich 196 Gemeindeglieder eine Kirche, in Aken kämen mit St. Marien auf ca. 750 Gemeindeglieder zwei große Kirchen. Allein diese Zahlen zeigen, dass es in Zukunft immer öfter darum gehen wird, zu erkunden wie Kommunen verstärkt „ins Boot“ geholt werden können, wenn es darum geht, die oftmals wichtigsten Baudenkmäler ihrer Orte zu erhalten. Genauso wichtig, ist dann aber die gemeinsame Frage, einer zukünftigen Nutzung dieser wunderbaren Räume zum Besten des Dorfes/der Stadt und der Kirchengemeinde.

Das Gemeindehaus

Gemeindehaus

Gemeindesaal Aken, Fischerstraße 5

Der Gemeindesaal ist das Zentrum des kirchengemeindlichen Lebens. Hier teffen sich die Kindergruppe, der Chor, der Gesprächskreis, der Handarbeitskreis, der Seniorenkreis und der Gemeindekirchenrat. Daneben gibt es die besonderen Höhpunkte wie Weltgebetstag der Frauen, Bibelwoche, Adventsfeier etc. Auch größere Veranstaltungen – wie Lesungen – Konzerte – Synode finden hier genug Raum

Das Pfarramt Aken

Außenansicht Pfarrhaus Aken

Das Pfarrhaus Aken

Das Pfarramt neben der Marienkirche beherbergt neben der Pfarrwohnung und einer gemeindlichen Gästewohnung, Amtsräume, Kirchenarchiv und Kirchenbüro.