Micheln

Micheln

© J. M. Pietsch, Spröda

Das Dorf Micheln liegt mit 65 Metern über Normal Null auf einer Anhöhe und ist damit weithin sichtbar. Die besondere Bedeutung dieser Lage wurde bei den großen Überschwemmungen der umliegenden Orte während des Hochwassers von 2013 sehr eindrücklich. Da war Micheln einer der Evakuierungspunkte vor allem für das Vieh der umliegenden Landwirtschaften. Doch auch die Michelner sind „Katastrophen erprobt“. Im Jahr 2004 fegte ein verherdender Tornado eine Schneise der Verwüstung mitten durch das Dorf. Inzwischen ist davon längst nichts mehr zu sehen und der idyllische Dorfplatz der Haufendorfes lädt wie eh und je zum verweilen ein.

Die kleine Kirchengemeinde bringt sich im Rahmen ihrer Kräfte in das Leben des Dorfes ein. Die Kirche, die zu DDR Zeiten schon aufgegeben war, ist gerettet und Zentrum der gemeindlichen Aktivitäten.

 

Die Michelner Nikolaikirche

Außenansicht Nikolaikirche Micheln

Nikolaikirche Micheln

Der Bau der Kirche in ihrer heutigen Form begann 1759, nachdem die ursprüngliche im 30-jährigen Krieg zerstört wurde. Der nach Westen ausgerichtete Turm ist der älteste Teil der Kirche. Er wurde auf den Resten des alten Turmes, aus Bruchsteinen, im neugotischen Stil wieder aufgebaut. Er hat je drei Schallluken und 2 Glocken. Der ursprüngliche hohe gotisierende Spitzhelm wurde 1979 abgetragen und durch eine flache Haube ersetzt.

Der Innenraum

Innenansicht Kirche Micheln

© J.M. Pietsch, Spröda

Die Kanzel ist erhöht im Zentrum über dem Altar angebracht. An den Seiten links und rechts befinden sich durchgehende Emporen.
Hier befindet sich auch der Taufstein aus der Akener Marienkirche.