Höhepunkte des Gemeindelebens

Willkommen auf der Internetseite der Pfarrbereiche Aken/Elbe und Saale-Elbe-Winkel

Herzlich willkommen auf den Seiten der beiden Kirchgemeindeverbände Aken und Saale-Elbe-Winkel. Umgeben von der anhaltischen Landeskirche, sowie von Elbe und Saale, bilden sie die östliche Spitze des Kirchenkreises Egeln, innerhalb der Evangelischen Kirche von Mitteldeutschland.

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An(ge)dacht

Jesus Christus spricht: seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. (Lk, 6, 36)

Das werden, was ich nicht bin, aber sein soll. Das ist die Aufgabe, vor die mich die Jahreslosung dieses Jahres 2021 stellt. Ist die Aufgabe lösbar? Schwer zu sagen.
Aber was meint es überhaupt, barmherzig zu sein. Das Wort „Barmherzigkeit“ benutzt eigentlich niemand mehr. Es ist ein Wort, das außerhalb der Kirchenmauern ein Fremdwort ist. Aber auch innerhalb versteht es sich keineswegs von selbst. Eigentlich schade, dass die Jahreslosung für den Großteil der Bevölkerung kaum verständlich, ja unverständlich ist. Umso wichtiger, dass wir uns darüber austauschen, was wir darunter verstehen. Umso wichtiger, noch einmal die Bibel aufzuschlagen und nachzulesen, was Jesus unter Barmherzigkeit verstanden wissen will (Lk 6, 37-38).
Zur Barmherzigkeit gehört für ihn natürlich das materielle Geben, das, worum mich in diesen Tagen Brot für die Welt oder das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, Unicef, auffordern. Das, was ich habe, mit anderen, die bedürftig sind, zu teilen, das kann Ausdruck von Barmherzigkeit sein. Aber bei der Barmherzigkeit geht es um mehr als „nur“ darum, sein Portemonnaie zu öffnen – so ungemein wichtig und hilfreich das ist. Bei der Barmherzigkeit geht es vor allem darum, wie wir miteinander umgehen. Ich soll, so Jesus, nicht richten. Wie schnell aber ist ein Urteil über einen Menschen gefällt. Ohne mir selbst ein eigenes Bild gemacht zu haben, ohne jemanden selbst gesprochen oder kennengelernt zu haben, plappere ich das nach, was andere sagen. Und wenn zwei sich finden, die sich auf jemanden einschießen, fühlt sich das mitunter sogar gut an. Das ist unbarmherzig, aber realistisch. Zur Barmherzigkeit gehört auch, jemandem nichts Schlechtes zu wünschen; aber Ver- letzung, Neid und Missgunst können mich dahin treiben, so etwas zu tun. Und das vielleicht schwierigste Stück der Barmherzigkeit ist die Vergebung. Jeder von uns erfährt in seinem Leben Kränkungen und dass andere sich uns gegenüber schuldig machen. Und dann höre ich den Appell: vergib! Kann ich das?
Und: geht es bei der Barmherzigkeit eigentlich nur um das Miteinander von Menschen? Oder reicht der Kreis der Barmherzigkeit auch bis zu den Tieren und Pflanzen? Kann die Jahreslosung nicht auch ein Appell sein, auch ihnen gegenüber barmherzig zu sein? Viele von ihnen sterben, ja sterben aus, vielen geht es schlecht. Und das, weil wir leben, wie wir leben. Was hält uns davon ab, den Kreis der Barmherzigkeit zu erweitern? Weil wir uns für die Krone der Schöpfung halten? Das ist aber ein Selbstmissverständnis und hat zu viel Unbarmherzigkeit gegenüber unseren Mitgeschöpfen geführt.
„Seid barmherzig“, wortwörtlich übersetzt müsste es „werdet barmherzig“ heißen. So schön die Jahreslosung beim ersten Hören klingen mag, sie spricht indirekt auch davon, was ich nicht bin, aber eben werden soll. Wenn ich es schon wäre, müsste ich dazu nicht aufgefordert werden. Aber leider, – so muss man es wohl sagen – gibt es ihn, diesen Appell. Er setzt das so oft unbarmherzige Herz voraus, das in meiner Brust schlägt.
Aber das ist gottlob nicht alles. Denn über allem steht das Evangelium: Gott ist barmherzig; und das, obwohl ich es nicht bin, obwohl ich es nicht verdient habe, obwohl ich mich so oft von ihm abwende, obwohl ich in die Irre gehe, obwohl ich ein Sünder bin. Gott ist barmherzig, er muss es nicht erst werden. Wir sollen es werden. Aber kann ich es?
Ich möchte Gott darum bitten, seinen guten Geist zu schenken, damit ich von diesem dazu hingerissen werde, das zu werden, was ich so oft nicht bin – barmherzig. Aber es ist nicht nur mir, es ist uns allen gesagt: Wir sollen barmherzig werden. Das ist die Forderung, die am Anfang dieses Jahres steht. Das, was beim ersten Lesen oder Hören so nett und schön klingt, ist schwer, ist eine Lebensaufgabe, die wir wohl nie vollenden werden. Denn wir sind nicht Gott, aber wir sollen so werden. Er will uns aber dabei helfen, durch seinen guten Geist, der uns dazu hinreißen kann, barmherzig zu sein. Wenn wir es sind, dann wird Gott Mensch, in jedem von uns.

Georg Neugebauer

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