Höhepunkte des Gemeindelebens

Willkommen auf der Internetseite des Pfarrbereiches Aken/Elbe und Saale-Elbe-Winkel

Herzlich willkommen auf den Seiten der beiden Kirchgemeindeverbände Aken und Saale-Elbe-Winkel. Die beiden Bereiche bilden seit 2010 einen gemeinsamen Pfarrbereich. Umgeben von der anhaltischen Landeskirche, sowie von Elbe und Saale, bilden sie die östliche Spitze des Kirchenkreises Egeln, innerhalb der Evangelischen Kirche von Mitteldeutschland.

Wir laden Sie herzlich ein, sich über das vielfältige Leben in unseren einzelnen Kirchengemeinden zu informieren freuen uns, wenn Sie dabei etwas finden, dass Sie einlädt auch einmal persönlich bei uns vorbei zu schauen.

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Angedacht

Fürwahr, der Herr ist an dieser Stätte und ich wusste es nicht.

1 Mos 28. 16

 

Vom 20.-22. September fand unsere Familienfreizeit statt. Familien aus dem Rosenburger und dem Akener Bereich verbrachten ein Wochenende auf dem Jugendbauernhof in Deetz. Vom Korn zum Brot war unser Thema. Wir erfuhren viel darüber, wie aus dem Getreide das Brot wird. Die Kinder stellten später selbst Brötchenteig her. Er wurde in einem großen Holzofen gebacken. Das Ergebnis war ausgesprochen lecker (Zutaten: 300 g Mehl, 250 g Quark, 1 Ei, 1 TL Zucker, 1 Prise Salz, 1 Päck. Backpulver 1 TL Öl; Teig reicht für 6 Brötchen). Später teilten wir Brot und Weintrauben miteinander, wir beteten und wir sangen. Aber es gab natürlich nicht nur unser Thema, sondern vor allem auch draußen jede Menge zu entdecken: Gemütlich grunzende Sattelschweine, einen launischen Ziegenbock, einen Hund, der nur in den Morgenstunden Auslauf hatte, wenige Tage alte Kätzchen und eine alte Weide, an und auf der die Kinder so manche glückliche Stunde verbrachten. In der Dämmerung brachen wir zu einer kleinen Wanderung zum Deetzer See auf, auch um Kraniche zu beobachten. Aber die Kraniche setzten erst zur Landung an, als wir wieder gingen. Es war trotzdem schön. Die letzten Sonnenstrahlen spiegelten sich im See. Es war eine friedliche Stimmung. Am Sonntagmorgen fuhren wir nach Zerbst in den Gottesdienst. In der Kirche St. Bartholomäi hörten wir eine Predigt zur Himmelsleiter Jakobs. Ein Satz blieb mir besonders in Erinnerung: Fürwahr, der Herr ist an dieser Stätte und ich wusste es nicht.

Dieser Satz, der in den Mund Jakobs gelegt wurde, gibt Gelegenheit, sich darauf zu besinnen, was es heißt, Gott zu begegnen. Jakob schlief an einer wenig einladenden Stelle, seinen Kopf „bettete“ er auf einem Stein. Trotzdem fand er in den Schlaf und er träumte wundersame Dinge. Am nächsten Morgen wachte er im Wissen darum auf, dass Gott an diesem Ort war. Das war für ihn eine so wunderbare Erfahrung, dass er ein Zeichen setzte, das daran erinnern sollte.

Die Geschichte von Jakob und der Himmelsleiter habe ich schon immer gemocht. Aber als ich sie jetzt wieder hörte, fiel mir einmal mehr auf, dass es nicht um den Ort geht, an dem Jakob träumte. Der Ort ist nicht das Entscheidende. Es geht vielmehr um einen Menschen, der Gott erlebt, obwohl er damit gar nicht gerechnet hat. Jakob hatte zuvor gelogen und betrogen. Er hatte ein schlechtes Gewissen. Und so wie es um sein Innerstes bestellt war, so war auch der Ort, an dem er die Nacht verbrachte. Seine Seele und sein „Bett“, das Innere und das Äußere waren unwirtlich. Gott schien weit weg zu sein, von beidem. Und Jakob fühlte vielleicht auch so etwas wie Gottverlassenheit. Vielleicht schlief er mit Gedanken der Leere und der Verzweiflung ein. Aber die Nacht sollte ihn eines Besseren belehren. Er machte die umstürzende Erfahrung, dass er nicht gottverlassen ist. Gott ist aller Schuld und allen Fehlern zum Trotz bei ihm. Nicht das Äußere, nicht der Ort ist das Besondere an dieser Geschichte, sondern das Innere, die Seele, die Gott erlebt und daraus Kraft für das Leben schöpft, soviel Kraft, das sie sich ein Zeichen der Erinnerung an diese heilige Nacht wünscht. Das macht die Geschichte von Jakob und der Himmelsleiter für mich zu einem ermutigenden Wort. Gott ist bei uns, nicht nur an den lichten und klaren Tagen unseres Lebens, sondern auch in den harten und finsteren Nächten.

Ihr Pfarrer Georg Neugebauer

 

 

 

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