Höhepunkte des Gemeindelebens

Willkommen auf der Internetseite des Pfarrbereiches Aken/Elbe und Saale-Elbe-Winkel

Herzlich willkommen auf den Seiten der beiden Kirchgemeindeverbände Aken und Saale-Elbe-Winkel. Die beiden Bereiche bilden seit 2010 einen gemeinsamen Pfarrbereich. Umgeben von der anhaltischen Landeskirche, sowie von Elbe und Saale, bilden sie die östliche Spitze des Kirchenkreises Egeln, innerhalb der Evangelischen Kirche von Mitteldeutschland.

Wir laden Sie herzlich ein, sich über das vielfältige Leben in unseren einzelnen Kirchengemeinden zu informieren freuen uns, wenn Sie dabei etwas finden, dass Sie einlädt auch einmal persönlich bei uns vorbei zu schauen.

IM MOMENT BEFINDET SICH UNSERE INTERNETSEITE IN EINER UMFASSENDEN ERNEUERUNG; WENN ALSO HIER UND DA NOCH ETWAS FEHLT, BITTE GEDULD WIR ARBEITEN DRAN; FÜR HINWEISE SIND WIR IM ÜBRIGEN DANKBAR

 

Angedacht

Gedenke der vorigen Zeiten und hab acht auf die Jahre von Geschlecht zu Geschlecht.

5. Mo. 32.7

Im Zuge der Beräumung des ehemaligen Breitenhagener Pfarrhauses haben wir die dort eingelagerten Tafeln für die Gefallenen bzw. Teilnehmer an den Kriegen 1813–15, 1864, 1866, und 1870/71 wieder in der Kirche angebracht. Sie ergänzen die Tafeln für die Gefallenen Breitenhagener von 1914–18 und 1939–45.

Sind uns die letztgenannten Kriege durch Dokumentationen noch relativ gegenwärtig, wird es bei den früheren Kriegen schon schwieriger. Bei 1870/71 fällt einem vielleicht noch „Deutsch – Französischer Krieg“ ein, aber bei den Kriegen davor müssen wir schon nachschlagen. Ist das Aufhängen solch alter Tafeln darum überhaupt noch zeitgemäß?

Ich denke ja, denn zum einen sind sie sichtbare Namenslisten eines großen Teiles der Einwohner der jeweiligen Orte. Denn das haben die Kriege gemeinsam, es gibt kaum Familien, die nicht betroffen waren. Ganz im Gegenteil, die Tafeln wurden immer größer, weil die Zahl der Gefallenen immer mehr zunahm. Das wir davon in der Vergangenheitsform sprechen können, liegt an dem Umstand, dass wir inzwischen 74 Jahre Frieden in unserem Land haben. Denn auch das erzählen die Tafeln auf eindrückliche Weise. Während frühere Generationen damit rechnen mussten, mindestens einen Krieg in ihrem Leben „zu erleben“, gehen wir wie selbstverständlich davon aus, dass weder wir noch unsere Kinder von Krieg betroffen sein werden.

Doch die Bibel mahnt uns nicht zu vergessen, was war, damit wir für die Gegenwart und Zukunft bessere Wege finden.

In unseren Tagen heißt das meines Erachtens nach, allen Tendenzen eines neu erstarkenden Nationalismus kritisch gegenüber zu stehen.

Geht es um die Pflege nationaler Besonderheiten und kultureller Identität, lässt sich vieles diskutieren und abwägen.

Aber immer öfter können wir erleben, dass dieser Nationalismus mit Abgrenzung, Feindschaft und dem Setzen auf militärische Stärke verbunden ist. Derartiger Haltungen, die wir im europäischen Rahmen längst überwunden zu haben meinten, werden wieder „hoffähig“.

Demokratie, friedenspolitisches Verhandeln, die Suche nach Kompromissen und gemeinsame Anstrengungen zum gewaltlosen Widerstand werden als Schwäche, Zaudern und Verrat an Nationalinteressen angeprangert.

Dabei sind es genau diese Handlungsmaximen, die uns diese lange Zeit des Friedens beschwert haben. Noch haben die Politiker die Mehrheit, die darum wissen, wie wertvoll der Friede ist und wie er bisher gesichert werden konnte. Wir sollten wachsam bleiben, dass es so bleibt, damit wir nicht eines Tages neue Tafeln in der Kirche anbringen müssen.

Ihr Pfarrer Ulf Rödiger

 

 

Pfarramt Aken

06385 Aken Poststr. 38 Tel.: 034909/82300

Groß Rosenburg

39240 Groß Rosenburg Hauptstraße 46 Tel.: 039294/20244